Ignatianische Exerzitien

  •  Wo spüre ich mehr Leben und Lebendigkeit in meinem  Leben?
  • Wo erfahre ich mehr, Friede, Freude, Ausgeglichenheit innerer Ruhe?
  • Wo erkenne ich eine  Zunahme an Glaube, Hoffnung und Liebe?

Mit diesen Impulsen wird in den ignatianischen Exerzitien im Gebet meditierend das eigene Leben betrachtet. Es wird der Sehnsucht nachgespürt, um mehr zu Gott und zu sich selber zu kommen.

Die Einladung des Exerzitienweges ist:
„Geh deinem Gott entgegen bis zu dir selbst.“ (Bernhard von Clairvaux).

Im Ausrichten auf Gott, im inneren Freiwerden, im Spüren seiner Liebe, dürfen wir uns ganz auf das Wirken Gottes verlassen, dass ER uns den je eigenen Weg im Leben zeigen wird.

 

Schwertübungen aus dem AIKIDO in Exerzitien ...

  •  ordnen die Haltung - machen aufmerksam für die Grundordnung (1) des Leibes und des Lebens
  • machen aufmerksam auf die Körpermitte (das Zentrum) und die Kraft (Energie), wovon alles Handeln und Schneiden aus geht
  • schärfen die Aufmerksamkeit und die Achtsamkeit (Präsenz), öffnen die Sinne für innere und äußere Regungen und Bewegungen der Seele und des Körpers
  • fördern die Beziehungsfähigkeit zum Hier und Jetzt, nach innen, nach außen, nach oben, nach unten, nach vorne und hinten und öffnen die Sinne dafür
  • lassen den Rhythmus des Atems wahrnehmen, die innere Kraft (Ki) und Lebendigkeit, als Bücke zu einem tieferen und hautnahen Verständnis des Heiligen Geistes (2)

 

sich ordnen - wahrnehmen

Was nehme ich wahr?
Was fühle ich?
Wie nehme ich mich zur Zeit war, was nehme ich war?
Wo stehe ich zur Zeit?

zurücktreten - öffnen - unterscheiden

Stehe ich im Gleichgewicht, oder hänge ich einer Sache nach?
Kann ich mich öffnen für das was mir begegnet?
Wie unvoreingenommen und wertfrei stehe ich dem gegenüber?
Wo spüre ich Leben und Lebendigkeit?

antworten, entscheiden

Was nehme ich aus den Körperübungen wahr, das mir für einen entschiedenen Schritt/Schnitt hilft?
Von was möchte ich mich trennen?
Kommt das Schneiden aus meiner Mitte, spüre ich eine Kraft?
Behalte ich nach einem Schnitt/Schritt meinen Stand?

Teilnehmerrückmeldungen aus den Schwertübungen

  • „Das Übungsritual hat für mich etwas Ordnendes“
  • „wertvolles Element, in der Mitte zu sein“
  • „Übungen machen mich wach – lebendig“
  • „Die Übungen halten mir einen Spiegel vor Augen“
  • „Hilft sich in der Balance zu fühlen“
  • „mein Inneres und das Thema kamen zusammen“
  • „ich werde ruhiger und gelassener"
  • „ich schöpfe Kraft und Zuversicht für meinen Alltag“
  • „ich werde sensibler für meine eigenen Bedürfnisse.“
  • „Mit kleinen Positionsänderungen erfahre ich meinen Stand zu festigen“
  • „es hilft, kleine Schritte zu gehen und dabei im Gleichgewicht zu bleiben“
  • „Es ist für mich eine wertvolle Erfahrung einen glatten Schnitt zu machen anstatt drauf zu hauen“
  • „Ich spüre, wie ich mich ordne und meinen Weg erkenne und zu meiner Entscheidung komme“
  • „Ich erfahre, wie sich die Beziehung zu mir und zu anderen verändert.

Weitere Informationen zu AIKIDO in Exerzitien finden Sie hier zum herunterladen.

 

1 vgl.: Hans Bern Bollmann SJ, Exerzitien und Leibbewusstsein, Korrespondenz, Nr. 84, 2004
2 vgl.: Zitat von: Ordensschwester Madeleine Kwong Lai Kuen, Luis Gutheinz SJ, in Stimmen der Zeit,
          Heft 9 September 2007, S. 623,